Die materialistische Philosophie benutzt die Evolutionstheorie, da sich beide ergänzen, um den Ursprung des Lebens zu erklären. Diese Einheit, die aus dem alten Griechenland stammt, wurde unter den primitiven wissenschaftlichen Gegebenheiten des 19. Jahrhunderts wieder an die Öffentlichkeit gebracht, und da die Theorie den Materialismus unterstützte, ganz gleich ob sie irgendeine wissenschaftliche Bedeutung hatte oder nicht, wurde sie von den Materialisten sofort übernommen.
Die Tatsache der Schöpfung steht in Opposition zur Evolutionstheorie. Der kreationistischen Sichtweise zufolge hat Materie nicht schon immer existiert, und deswegen unterliegt sie einer Kontrolle. Gott schuf die Materie aus dem Nichts und ordnete sie. Alle Dinge lebendig und nicht lebendig, wurden in Gottes Schöpfung erschaffen. Das wunderbare Design, die Berechnungen, das Gleichgewicht und die Ordnung, die man im Universum und im Lebenden sehen kann, sind der klare Beweis dafür.
Die Religion hat die Wahrheit der Schöpfung gelehrt, die alle Menschen seit Beginn der Zeit mit ihrer Vernunft und durch eigene Beobachtung erkennen können. Alle göttlichen Religionen haben verkündet, dass Gott das Universum mit dem Befehl "Sei!" erschaffen hat, und dass die perfekte Schöpfung des Universums der Beweis für Gottes Existenz ist.
Muslime können bei diesem Thema keinen Kompromiss suchen. Natürlich können die Menschen denken, was sie wollen und sie können an jede Theorie glauben, die ihnen beliebt. Doch es kann keinen Kompromiss geben mit einer Theorie, die Gott und Seine Schöpfung leugnet, denn dies würde das Fundament der Religion zerstören, und dies ist selbstverständlich völlig unakzeptabel.
Die Evolutionisten, die sich bewusst sind, wie ein solcher Kompromiss die Religion beschädigen würde, ermutigen daher religiöse Menschen, einen solchen Kompromiss zu suchen.
Wenn sie euch zu fassen bekämen, würden sie sich als euere Feinde erweisen und ihre Hände und Zungen im Bösen gegen euch ausstrecken. Und sie wünschen, dass ihr ungläubig wärt. (Sure 60:2 – al-Mumtahina) |
Muslime müssen verstehen, dass es völlig falsch ist, einerseits an Gott zu glauben und andererseits trotz des Fehlens starker wissenschaftlicher Beweise die Evolutionstheorie zu unterstützen. Genauso falsch ist es, zu behaupten, Evolution sei mit dem Quran vereinbar und alle Warnungen aus dem heiligen Buch zu ignorieren. Die Gläubigen, die dieser Sichtweise zuneigen, sollten sich bewusst werden, dass sie damit eine materialistische Philosophie unterstützen, und sollten diese Unterstützung sofort einstellen.
Diese Menschen sollten wissen, dass heutzutage die Evolutionstheorie angesichts der wissenschaftlichen Entwicklung jegliche Unterstützung verloren hat. Sei es im Bereich der Biologie, auf molekularer Ebene oder im Bereich der Paläontologie, die Forschungsergebnisse zeigt stets, dass die Behauptungen, die Lebewesen seien am Ende einer Evolution entstanden, völlig ungültig sind. Der Grund, weshalb trotz wissenschaftlicher Tatsachen die Evolutionstheorie immer noch auf der Tagesordnung zu bleiben vermochte liegt darin, dass die Evolutionisten sich bemühen, die Menschen mit ihren Demagogien, falschen Beispielen und Fälschungen irrezuführen. Wenn man die Vorträge und Artikel der Evolutionisten analysiert, in denen absichtlich häufig unverständliche wissenschaftliche Begriffe vorkommen, kann festgestellt werden, dass diese eigentlich keinen einzigen Beweis zugunsten der Theorie aufweisen.
Bei aufmerksamer Prüfung darwinistischer Publikationen kann dies festgestellt werden. Es gibt nicht eine einzige auf konkrete wissenschaftliche Beweise gestützte Schilderung. Die schwierige Situation der Evolutionstheorie wird nur kurz mit ein paar Sätzen erwähnt; andererseits jedoch wird zum Thema Natur ein recht märchenhaftes Szenario geschrieben. Es wird sich überhaupt nicht um grundlegende Themen gekümmert zum Beispiel darum, wie das Leben aus lebloser Materie entstanden sein soll, warum es die grossen Lücken im Fossilienbestand gibt und wie die komplexen Systeme der Lebewesen zu erklären sind. Denn jede einzelne Erläuterung würde ihren Absichten in die Quere kommen und die Schwäche ihrer eigenen Theorie vor Augen führen.
Tatsächlich hatte der Begründer der Theorie, Charles Darwin (1809-82), die schwierige Situation seiner Theorie erfasst. Als er über eines der komplexen biologischen Systeme, das Auge, nachdachte, machte er folgendes Geständnis: - Er erkannte die Gefahr, die dies für die Theorie darstellte und gab sogar zu, dass der Gedanke an das Auge ihn frösteln ließ. - Wie Darwin wissen auch die heutigen evolutionistischen Wissenschaftler, dass die komplexen biologischen Systeme die Evolutionstheorie in eine schwierige Lage gebracht haben. Anstatt diese Tatsache zur Sprache zu bringen, wird Demagogie praktiziert, anstelle eines wissenschaftlichen Beweises wird ein Szenario geschrieben, das die mit einem wissenschaftlichen Antsrich versehene Evolutionstheorie durch verschiedene Täuschungen unters Volk bringen soll.
Gerade deshalb lassen sich die Muslimischen Evolutionisten durch das wissenschaftliche Bild der Evolutionstheorie täuschen. Besonders die von den Darwinisten benützten Slogans wie "wer nicht an die Evolutionstheorie glaubt ist dogmatisch" und "wer nicht an die Evolutionstheorie glaubt ist nicht wissenschaftlich", beunruhigen sie, und sie verzichten darauf, sich der Wahrheit zuzuwenden.
Unter Beeinflussung durch veraltete Information und durch Propaganda-Büchlein glauben sie, dass die Evolutionstheorie die einzige Theorie sei, die die Entstehung des Lebens im Universum erklärt. Da sie von den Entwicklungen der Wissenschaft, von den immanenten Widersprüchen der Evolutionstheorie und ihrer Ungültigkeit keine Kenntnis haben, versuchen sie, Religion und Evolution zu vereinen.
In Wirklichkeit sind Evolution und Schöpfung unvereinbar, weil die Schöpfung wahr ist und die Evolutionstheorie falsch. Aus diesem Grund bedeuten die mit der Evolutionstheorie zusammenhängenden Auseinandersetzungen für die Materialisten eine Art Kampffeld. Die zu diesem Thema geführten Diskussionen bewerten sie nicht wissenschaftlich; sie betrachten sie als einen direkten ideologischen Kampf.
Der Evolutionist Lerry Flank empfiehlt, der Wahrheit der Schöpfung mit folgenden Methoden entgegen zu treten:
Wer die Kreationisten im Auge behält, muss die Kommissionen, die die Lehrinhalte an staatlichen Schulen festlegen, genau beobachten. Idealerweise sollten Leute, die an einer qualitativ hochwertigen Erziehung und Ausbildung in den staatlichen Schulen interessiert sind, die Mehrheit in diesen Kommissionen bilden, um die Fundamentalisten daran zu hindern, die staatlichen Schulen für ihren Sermon zu missbrauchen… Wo dies nicht der Fall ist und kreationistische Lehrbücher tatsächlich genehmigt und eingeführt werden, sind rechtliche Schritte notwendig.1
Wie aus diesen Worten hervorgeht, handelt es sich hier nicht um eine Auseinandersetzung "Evolution - Schöpfung", sondern um einen im Rahmen bestimmter Strategien geführten ideologischen Kampf der Evolutionisten.
Diejenigen Muslime, die die Evolutionstheorie verteidigen, sollten sich dieses ideologischen Kampfes bewusst sein. Es handelt sich beim Darwinismus nicht um irgendeine wissenschaftliche These, sondern um ein in sich geschlossenes Denksystem mit der Absicht der Verleumdung Gottes durch die Menschen. Doch ein Muslim darf diesem Irrtum nicht verfallen.
Der sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen. Du erblickst in der Schöpfung des Erbarmers kein Missverhältnis. So schau dich von neuem um, ob du Mängel siehst! Dann lass den Blick ein weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf und matt zu dir zurückkehren. (Sure 67:3-4 – al-Mulk) |
Den Fehler dieser Propagandamethode der Evolutionisten hat Arda Denkel, der verstorbene frühere Philosophie-Professor an der Bosphorus Universität,- selber Evolutionist - wie folgt erläutert:
"Muss die Evolutionstheorie unbedingt von einer grossen Anzahl von ehrenwerter Leute und Institutionen, die diese Theorie befürworten, bewiesen werden? Oder wird diese Theorie mit einem Gerichtsentscheid für richtig erklärt? Gilt eine Sache nur dann als richtig, wenn sie von ehrenwerten und kompetenten Personen als richtig befunden werden? Ich möchte ein geschichtliches Ereignis in Erinnerung rufen. Hat Galileo Galilei zu seiner Zeit sich nicht alleine allen ehrbaren Personen, Juristen, und vor allem den Wissenschaftern entgegengesetzt, das Richtige gesagt und verteidigt? Haben nicht auch die weiteren Aktionen der Inquisitions-Gerichte ein ähnliches Bild gezeigt? Gesellschaftlichen Kreisen mit Rang und Namen den Rücken zu stärken, kann weder eine gute Sache sein, noch hat sie etwas mit Wissenschaftlichkeit zu tun."2
Prof. Arda Denkel |
Diese Wissenschaftler verfügen über unzählige Arbeiten, die die Ungültigkeit der Evolution darstellen. Sie stammen aus führenden Universitäten verschiedener Länder der Welt, vor allem aus Europa und Amerika, und sind Experten auf Gebieten wie der Biologie, Biochemie, Mikrobiologie, Anatomie und Paläontologie.3 (Für ausführliche Informationen siehe Der Westen richtet sich nach Gott, Harun Yahya, Vural Verlag; Der Quran zeigt der Wissenschaft den Weg, Harun Yahya, Vural Verlag) Deshalb ist die Verallgemeinerung falsch, die Mehrheit der Wissenschaftler glaube an die Evolution.
Deswegen ist es bedeutungslos, dass die Evolutionisten in der Mehrheit sind. Die Meinung der Mehrheit als unbedingt richtig zu akzeptieren ist nicht korrekt. Diese Tatsache müssten auch die die Evolutionstheorie anerkennenden Muslime wissen. Wie der Quran verkündet, gab es im Lauf der Geschichte sehr viele Gemeinschaften die, um Gott und die Religion zu verleugnen, sich in der Mehrheit zu sein rühmten und versuchten, die Menschen vom geraden Weg abzubringen. Gott ermahnt und weist darauf hin was passieren kann, wenn die Menschen sich der vermeintlich recht habenden Mehrheit anschliessen und sich irreführen lassen:
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